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Stürmischer Empfang für Gesine HeinrichChanson-Abend der gebürtigen Salzuflerin ein großer ErfolgBad Salzuflen (beo). Wer die Gültigkeit des Sprichwortes vom Propheten aus dem eigenen Lande schon immer mit Skepsis betrachtet hat, konnte sich am Freitagabend bestätigt fühlen, als die junge Chansonnette Gesine Heinrich in der Gelben Schule vor "ausverkauftem Haus" gastierte: Mit ihrem aktuellen Programm, das unter dem Titel "Vampsein verpflichtet!" außer Chanson-Klassikern auch Eigenes bot, wurde die gebürtige Salzuflerin von ihrem begeisterten Publikum stürmisch gefeiert.Am Piano begleitet von Rolf Herter, den sie durchaus branchentypisch gelegentlich ebenso ins Geschehen einbezog wie etliche ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer, überzeugte die stimmgewaltige Sängerin vom ersten Lied an. Die flockigen Moderationstexte taten ein Übriges, so dass "die Männer, die heute auch nicht mehr das sind, was sie noch nie waren", zwar die Sticheleien des Vamps zu spüren bekamen, sich in Liedern wie "Waldemar" oder Gesine Heinrichs Eigenkomposition "Heimliche Gedanken" aber dennoch liebevoll behandelt fühlen konnten. Aus ihrer Vorliebe für Lieder von Friedrich Hollaender ("Tango in Madrid", "Die zersägte Dame"), Bertolt Brecht ("Kleines Lied", "Die Kellerassel"), Georg Kreisler ("Geben Sie acht!", "Als der Zirkus in Flammen stand") oder Günter Neumann ("Die Langeweile") machte Gesine Heinrich dabei keinen Hehl, und sie zeigte eindrucksvoll, dass sie mühelos mit jenen konkurrieren kann, die diese Lieder lange vor ihr gesungen haben. Unprätentiös und unter Verzicht auf jegliche ablenkende Bühnenshow eroberte Gesine Heinrich das Publikum allein mit ihrer facettenreichen und wandlungsfähigen Stimme, der wohldosierte Gestik und jederzeit stimmige Mimik effektvoll zur Seite standen. Zu den Höhepunkten des Konzerts zählte zweifellos das passend zur Pause gebotene "Schwipslied", das logische Finale des mitreißenden Auftritts bildete "Der schlechte Ruf", und der lang anhaltende Schlussbeifall nötigte der Künstlerin zwei Zugaben ab. "Vampsein verpflichtet!" war ein Erlebnis der besonderen Art. Mögen weitere folgen! Lippische Landes-Zeitung, 24.04.2004 |
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