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Witthoefft und Heinrich brachten keine Eisler-Revue auf die Bühne, sondern versuchten dem Phänomen dieser Künstlerfreundschaft und kongenialen Zusammenarbeit auf den Grund zu kommen. Es gab etwas zu lernen und zu entdecken bei dieser kenntnisreichen Annäherung. Zum Beispiel, dass Eisler - im Einvernehmen mit Brecht - in die Textgestaltung eingriff, um nicht nur musikalisch weiter zuzuspitzen und zu klären, sondern auch sprachlich zu konkretisieren. Trotzdem entwickelte sich der Abend nicht zu einer Vorlesung mit Beispielen, sondern blieb ein anspruchsvolles Konzert mit klug vermitteltem Hintergrundwissen. Witthoefft, Kapellmeister und Solorepetitor an der Stuttgarter Staatsoper, erwies sich als perfekter, erfahrener, gewandter Klavierbegleiter. Gesine Heinrich, studierte Philosophin und ausgebildete Sängerin und Schauspielerin, beeindruckte mit exakter Phrasierung, klarer Artikulation, ausgefeilter Mimik und Körpersprache. Das - zumindest in Westdeutschland wenig bekannte - Hollywooder Liederbuch, hatten die Künstler ins Zentrum ihres Programms gestellt. Hier wie bei den Auszügen aus der Bühnenmusik zu "Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" zeigten die beiden Künstler, dass sie ihr Publikum musikalisch in ihren Bann ziehen. Viel verdienter Applaus für einen klugen, interessanten und musikalisch überzeugenden Konzertabend. Badische Zeitung, 01.12.2003 |
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