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FREISTETT - Mit einem außergewöhnlichen Programm gastierte die Freiburger Künstlerin Gesine Heinrich am vergangenen Wochenende im Freistetter "Ku-Stall".
Die Rolle des kühl berechnenden "Vamps" schien der Künstlerin auf den Leib geschrieben zu sein. Denn mal richtig heimtückisch, aber auch mit einer ordentlichen Portion Ironie und Humor philosophierte Gesine Heinrich über die alltäglichen Unzulänglichkeiten des menschlichen Miteinanders. Mal recht eigenwillig und skurril, mit Gedanken über die Züchtung von Flöhen zur Förderung gegenseitiger Zuwendung, aber auch poetisch und sentimental mit Liedern von Sehnsucht und Liebe, überzeugte die Künstlerin mit einem breit gefächerten Repertoire. Dazu kommen eine enorme Ausstrahlung, Temperament, ausdrucksstarke Mimik und Gestik sowie eine bemerkenswerte Stimme, die Gesine Heinrich mal leise, fast flüsternd, mal markant und kraftvoll einsetzt. Zusammen mit dem hervorragenden Pianisten Rolf Herter, mit dem sie sich bestens ergänzt, fordert die Künstlerin das begeisterte Publikum immer wieder zu spontanem Beifall heraus. So hat Gesine Heinrich die Lacher auf ihrer Seite, wenn sie, offensichtlich "beschwipst" von einem Gläschen Sekt, durchs Publikum torkelt und ihr schauspielerisches Talent, eindrucksvoll parodierend, unter Beweis stellt. Ausdrucksstark interpretiert sie Georg Kreislers "Als der Zirkus in Flammen stand". Am Ende fordert das Publikum mehrere Zugaben, ehe Gesine Heinrich und Rolf Herter die "Ku-Stall" Bretter verlassen dürfen. Die spontane Frage aus dem Publikum: "Wann kommt sie wieder?" konnte Gastgeber Martin Schütt zwar nicht endgültig beantworten, sie spricht aber für die beeindruckende Vorstellung der "singenden Philosophin". Acher-Bühler-Bote, Mai 2003 |
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